Ev. Kirchengemeinde

Syburg - Holzen - Auf dem Höchsten

Die Losungen der

Hernhuter Brüdergemeine:

Amtshandlungen unserer Kirche

 

In besonderen, biografisch bedeutsamen Situationen - etwa bei der Geburt eines Kindes, bei der Hochzeit oder beim Tod eines Angehörigen - suchen Menschen nach Begleitung, nach Sinngebung und nach dem Zuspruch des Segens Gottes.

Für solche Situationen des Übergangs gibt es in der Kirche besondere gottesdienstliche Handlungen, die sogenannten Kasualien oder Amtshandlungen.

In der evangelischen Kirche sind dies die Taufe (zu ihr gehört das Patenamt), die Konfirmation, die Trauung und die Bestattung. Auch die Ordination und Einführung einer Pfarrerin oder eines Pfarrers sind Amtshandlungen für diesen besonderen Personenkreis.

Amtshandlungen sind öffentliche Gottesdienste und werden von Pfarrerinnen und Pfarrern nach einer vorgegebenen liturgischen Ordnung vollzogen. Daran, und auch an den rechtlichen Regelungen und Konsequenzen der Amtshandlungen, wird deutlich, dass die Pfarrer dabei "von Amts wegen" handeln, d. h. im Auftrag der Gesamtkirche. Dennoch steht bei diesen Gottesdiensten ("Kasualgottesdiensten") wie bei kaum einem anderen Gottesdienst neben der Verkündigung des Wortes Gottes die individuelle lebensgeschichtliche Situation der Menschen im Mittelpunkt, die diese Amtshandlung gewünscht haben.

 

Weitere Informationen:

Taufe - Patenamt - Konfirmation - Trauung - Bestattung

Das Patenamt

 

Stimmt es, dass ich selbst evangelisch sein muss, um als Pate bei einer evangelischen Taufe zugelassen zu werden?
Bei der Taufe eines Kindes werden in der Regel mindestens zwei Paten bestellt. Ein Pate oder eine Patin muss der evangelischen Kirche angehören und zum Abendmahl zugelassen sein, also konfirmiert sein. Darüber hinaus können Glieder einer anderen Kirche ebenfalls Paten bei einer evangelischen Taufe werden. Wenn die Eltern es wünschen, unterstützt die Pfarrerin oder der Pfarrer sie bei der Suche nach geeigneten Paten.


Kann ein Patenamt zurückgegeben oder gelöscht werden?


Im Familienbuch und in den Kirchenbüchern wird festgehalten, wer Pate oder Patin des Täuflings ist. Diese Beurkundung der Patenschaft kann in der Evangelischen Kirche von Westfalen nicht rückgängig gemacht werden.


Kann ich ein Patenamt übernehmen, wenn ich keiner christlichen Kirche angehöre?


Nein. Personen, die keiner christlichen Kirche (z.B. Neuapostolische Kirche, die nicht Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ist), oder einer Sekte (z.B. Mormonen, Zeugen Jehovas) angehören, sind in der Evangelischen Kirche nicht zum Patenamt zugelassen.


Können nur Personen ein Patenamt übernehmen?


Ja, nur einzelnen Personen können ein Patenamt übernehmen. Gruppen und Vereine können nicht Pate werden.


Was muss ich mitbringen, wenn ich Pate werden will?


Paten, die dem Pfarrer oder der Pfarrerin nicht persönlich bekannt sind oder nicht zu der Kirchengemeinde gehören, in der die Taufe vollzogen wird, müssen eine Bescheinigung ihrer Kirchengemeinde vorlegen, die sie als Kirchenmitglied ausweisen. Diese kostenlosen Bescheinigungen stellen die Gemeindebüros aus.


Endet die Patenschaft mit der Konfirmation?


Ja, formal endet die Patenschaft mit der Konfirmation. Die Begleitung des Kindes ist aber weiterhin möglich und oft auch erwünscht.


Kann ich als evangelischer Christ Pate bei einer katholischen Taufe werden?


Nein. In der römisch-katholischen Kirche sind evangelische Christen zum Patenamt nicht zugelassen. Sie können allerdings als sogenannte "Taufzeugen" bei einer katholischen Taufe beteiligt werden.

Diese und weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der

Ev. Kirche von Westfalen.